Reisemagazin

Lijiang – Heimat der Naxi

Mit China Tours auf den Spuren einer faszinierenden Kultur

Im Norden der Provinz Yunnan 云南 befindet sich die Stadt Lijiang 丽江市. Sie liegt in mitten der Ausläufer des Himalaya auf einem Plateau in etwa 2.400 Metern Höhe und verfügt über ein ganzjährig angenehmes Klima. Der Name Lijiang bedeutet „Stadt am schönen Fluss“, womit der Jangtsekiang gemeint ist.

Mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,3 Millionen Menschen gehört Lijiang zu den kleineren Städten Chinas. Hier leben nur etwa 50 Prozent Han-Chinesen – eine Besonderheit der Gegend. Die übrige Stadtbevölkerung bilden vor allem die Naxi, die Yi und die Lisu, die zu den ethnischen Minderheiten in China gehören. Die Naxi 纳西 stammen von den tibetischen Stämmen der Qiang ab und siedeln vermutlich seit dem 10. Jahrhundert in dieser Gegend. Bemerkenswert ist das Schriftsystem, das die Naxi als eine der wenigen ethnischen Minderheiten im Reich der Mitte entwickelt haben.

Historischer Hintergrund

Lijiang wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Zu dieser Zeit eroberte der mongolische Herrscher Kublai Khan das Gebiet um die Stadt – die damalige Siedlung Baisha des Naxi-Königreichs. Es war ein lohnender Sieg für ihn, denn in der Region befand sich der wichtigste Knotenpunkt der antiken Südlichen Seidenstraße (auch „Tee- und Pferdestraße“ genannt). Hier entlang führte die Route der Tee-Karawanen, die dem Volk der Naxi Wohlstand brachten. Wer auf der Suche nach einem schönen Teehaus ist, wird in Lijiang auch heute noch fündig.

Die Altstadt von Lijiang

Die größte Sehenswürdigkeit von Lijiang ist die wunderschöne historische Altstadt. Sie wurde im Jahr 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und gilt als eine der am besten erhaltenen Altstädte Chinas. Das Doppel-Wasserrad am Eingang zur Altstadt ist ein bekanntes Wahrzeichen. Das antike Kanalnetz wird von Blumen gesäumt und von zahlreichen Brücken durchzogen. Engen Gassen mit Kopfsteinpflaster unterstreichen die gemütliche Atmosphäre. Die zahlreichen Kanäle lieferten früher das Trinkwasser für die Bewohner und sind auch heute teilweise noch intakt.

Die Dächer der Altstadt von Lijiang

Der Dayan-Distrikt bildet den Kern der Altstadt, der zugleich Zentrum der Naxi-Minderheit ist. Wenn man durch die schmalen Gassen spaziert, wird der Geist der uralten Dongba 东巴-Kultur der Naxi deutlich spürbar. Die traditionellen Wohnhäuser sind meistens um einen zentralen Hof herum angelegt und mit mythologischen Figuren und glückbringenden Fischen verziert. Fensterläden, Türen und Balkone sind aus rotem Holz gefertigt. Zudem zieren geschwungene dunkle Ziegeldächer die Häuser. Der Stolz der Naxi auf ihre eigene Schrift macht sich in der Altstadt bemerkbar. Neben der chinesischen Schreibweise finden sich auf der Beschilderung der Geschäfte und Restaurants auch häufig die bildhaften Schriftzeichen der Naxi.

Tolle Souvenirs für zu Hause findet man am zentralen Sifang-Platz der Altstadt. Dieser fungierte früher als Umschlagplatz für Waren aus Yunnan, Tibet und von den Karawanen der Seidenstraße. Heute finden sich hier tolle Geschäfte für Kunsthandwerk. Außerdem versammeln sich die Naxi-Frauen am frühen Abend auf dem Platz, um traditionelle Tänze darzubieten. Später am Tag verwandelt sich das Stadtzentrum dann zu einer Partymeile mit Lichtspektakel und Live-Musik.

Lijiang und viele weitere Höhepunkte können Sie auf dieser Reise von China Tours erleben:

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